GRAZ LEND: Er ist jung, er ist kreativ, er ist nachhaltig! Darum geht es den Menschen im 4. Grazer Stadtbezirk einfach bLENDend.

Wer einmal anlendet, der bleibt auch gerne da.

Der Name des Grazer Stadtteils rührt daher, dass die Mur, welche durch Graz fließt, vor langer Zeit als Verkehrsader genutzt wurde und Menschen in Lend an Land gingen, also anlendeten. An dieser Wortschöpfung erkennt man auch, dass der Bezirk gar nicht so jung sein kann, wie eingangs behauptet. Graz gibt es natürlich schon länger [einige Besiedelungen werden bis 3000 vor Christus belegt, die Stadt ist also zumindest nicht blutjung] – in seiner heutigen Form und mit dem Geist, der sie umgibt, kann man aber durchaus von einer jungen Gegend sprechen. Es hat sich nämlich im Laufe der Zeit viel getan, was dazu geführt hat, dass es Personen aller Altersklassen nach Lend zieht.

Vom Arbeiterbezirk zum vielseitigen In-Viertel

Dem Fortschritt ist es geschuldet, dass man in den meisten Fällen nicht mehr das Boot nützt, um nach Lend zu kommen. Dank der günstigen Verkehrsanbindung und der vorteilhaften, an die Grazer Innenstadt anschließenden Lage rechts der Mur kann man Lend zügig aufsuchen und von dort aus so gut wie alles in Windeseile erreichen – zu Fuß, mit dem Fahrrad, den Öffis oder dem Auto. Bereits vor einigen hundert Jahren spielte die Verkehrssituation eine wichtige Rolle für das Entstehen und die Prägung der Gegend.

Ab dem 17.Jahrhundert war am Grazer Lendplatz – dem Herzen von Lend – schon viel los, denn hier verlief eine (von damals ja noch nicht so vielen) besonders wichtige und rege genutzte Verkehrsverbindung. Diese Umstände führten dazu, dass Beherbergungsbetriebe gebraucht und geschaffen wurde. Mit der Entstehung des Hauptbahnhofs in der Mitte des 19. Jahrhunderts siedelten sich immer mehr Gewerbetreibende im Bezirk an. Die Verarbeitung von Eisen spielte hier eine besonders große Rolle. So wurde die Grundstruktur der Gegend geschaffen. Lend war immer schon ein Ort der Begegnung.

Im Laufe der Zeit wurde aus dem typischen Arbeiterbezirk besonders durch Bemühungen im Kunst- und Kulturbereich ein absolutes In-Viertel. Unter anderem punktet der Bezirk mit seinen Austragungsstätten: Das Orpheum, Theaterbühne und Ort unterschiedlichster Kulturmomente – ein echtes Grazer Original mit Kultstatus – wurde bereits um 1900 gebaut, um auf der rechten Murseite ein Pendant zur Oper (die ja auf der linken Murseite liegt) zu haben. Von Konzerten über Lesungen, Workshops oder Buchpräsentationen bis hin zu Theaterstücken und Kabarett – all dies findet seinen Platz auf der kleinen, beliebten Allround-Bühne des Grazer Orpheums. Das weltweit bekannte Grazer Kunsthaus, welches 2003 im Zuge des europäischen Kulturhauptstadtjahres geschaffen wurde, ist ein Wahrzeichen von Graz und Schmuckstück des Bezirks. Mit seinen zahlreichen vorwiegend modernen Ausstellungen ist das „Friendly Alien“ auch dank seiner Ufo-Form ein wahrer Besucher:innenmagnet. Seine Optik vermag womöglich das Wesen von Lend ganz gut zum Ausdruck zu bringen: ein bisschen anders und ungewöhnlich, aber auf eine schöne, kreative Art und Weise – und mit guten inneren Werten.

Auch die Kulinarik kommt nicht zu kurz: Das Angebot an zahlreichen Bars, Restaurants, Lokalen und Kaffeehäusern lädt zum Verweilen ein und rundet einen Besuch in Lend ab. Clubs wie das PPC oder das Explosiv erlauben es außerdem, die Nacht zum Tag zu machen.

Hohe Lebensqualität

Wer – wie aktuell besonders viele Leute – mit dem Gedanken spielt, in Lend eine Immobilie zu mieten, der tut dies sicher nicht ausschließlich, um dem Kunsthaus und dem Orpheum häufig einen Besuch abzustatten. Wenngleich die Option, unaufwändig am kulturellen Leben einer Stadt teilnehmen zu können von den meisten Menschen als vorteilhaft empfunden wird, so wissen die Bewohner:innen des Bezirks an ihrem Zuhause noch viel mehr zu schätzen.

Nicht umsonst wurde erst 2020 im „Expat City Ranking“ Graz auf Platz 11 der lebenswertesten Städte gewählt: Graz punktet mit seinen günstigen Lebenserhaltungskosten, nahezu idealen Öffi-Verbindungen, einem attraktiven Wohnungsmarkt und sicheren Arbeitsplätzen. Besonders hervorgehoben wird in den Ergebnissen der Studie auch die gute „Work-Life-Balance“, welche sich in Lend mitunter durch kurze Wege und dem breiten Angebot an Rückzugsmöglichkeiten und Aktivitäten ergibt. Möglichkeiten, sich im Freien zu entspannen, bieten mitten im Bezirk Parks und Grünflächen. Weitere ergeben sich aufgrund der Lage, die zwar einerseits zentral ist, andererseits aber dank der Anbindung an die Öffis ein Entkommen aus der Stadt in nur wenigen Minuten zulässt. Vor den Toren von Graz laden zahlreiche Rad- und Wanderwege dazu ein, den eigenen Kopf durch Bewegung an der frischen Luft freizumachen. Natürlich kann aber auch direkt in Lend geradelt und gesportelt werden – viele nutzen zum Joggen beispielsweise die Murpromenade.

Zusammen ist man weniger allein

Eine hohe Lebensqualität lässt sich nicht nur an einer günstigen Verkehrsverbindung und kurzen Wegen festmachen. Damit man sich an einem Ort wohlfühlt, braucht es ein gutes Gefühl, das einen umgibt, wenn man nachhause kommt. Und damit so ein Gefühl entstehen kann, bedarf es Begegnungen, Verbindung mit anderen Personen, Gespräche, Lachen und Gemeinsamkeiten.

Das Einleben in Lend gelingt schnell, weil es hier eine kunterbunte Mischung an offenen Menschen gibt, die an einem guten Miteinander besonders interessiert sind. Hier muss wirklich keine:r alleine bleiben – durch das Angebot an gemeinsamen (und meist kostenlosen) Aktionen wird einem das Ankommen in der Gegend sehr einfach gemacht. Die Annenstraßen-Community ermöglicht beispielsweise regelmäßig gemeinsame sportliche Veranstaltungen wie Tischtennisspielen oder Yoga im Park. Das Schöne an der Sache ist, dass diese Angebote ganz niederschwellig sind: Wer kommt, ist dabei. Ein solcher Zugang ist für größere Städte, in denen man manchmal sogar die eigenen Nachbar:innen kaum kennt, nicht selbstverständlich. Dieses Streben nach Gemeinschaft und Vernetzung zeigt sich auch in anderen Aktionen, die das ganze Jahr über stattfinden: Der Lendwirbel ist zum Beispiel ein eigenes soziokulturelles Fest mit Musik, Tanz, Fotografie, Theater und anderen unterschiedlichen Kunstprojekten, welche im Freien im ganzen vierten Bezirk stattfinden. Der Annenstraßen-Flohmarkt oder auch der Hinterhof-Flohmarkt waren Initiativen, bei denen Anrainer ihre ungebrauchten oder -geliebten Gegenstände an einigen Tagen im Jahr direkt vor ihrer Haustüre bzw. in ihrem Hof zum Verkauf anbieten und so wieder mit anderen Leuten ins Gespräch kommen konnten.

Generell verspürt man in Lend trotz der Nähe zur Grazer Innenstadt selten die Hektik einer Großstadt. Am Bauernmarkt am Lendplatz wird ganz selbstverständlich über Gott und die Welt geplaudert, ohne ständig auf die Uhr zu schauen. Menschen grüßen sich über die Straße oder lächeln sich beim Vorbeigehen an. Man bekommt wirklich den Eindruck, dass hier die Welt noch ganz in Ordnung ist.

Alles auf einem Fleck

Der Umstand, dass man in Lend alles hat, was man braucht – seien es Nahversorger, Ärzt:innen, Bildungs- oder Kultureinrichtungen – macht es einem leicht, sein eigenes Leben und Tun nachhaltiger zu gestalten. Wer möchte, kann hier ohne große Einbußen auf ein eigenes Auto verzichten. Da es aber gelegentlich zum Beispiel für größere Einkäufe von Vorteil sein kann, ein KFZ zu nutzen, gibt es in Graz verschiedene Varianten des CarSharings mit einem eigenen Stellplatz am Lendplatz. Viele Menschen nutzen hauptsächlich ihre Fahrräder, für die es eine große Anzahl an eigenen Abstellmöglichkeiten gibt.

Was den Bezirk weiters auszeichnet, sind seine aktiven Bemühungen in puncto Nachhaltigkeit: Es gibt ein eigenes Repair-Café, in das zu bestimmten Terminen ein defekter Gegenstand mitgebracht werden kann, wo dann gemeinsam mit Profis in gemütlicher Atmosphäre nach einer Lösung für das jeweilige Problem gesucht wird. Offene Werkstätten ermöglichen außerdem die eigene, kreative Gestaltung von selbst mitgebrachten Dingen – von Metall, über Holz, Textilien, Elektronik, Siebdruck bis Keramik ist wohl für jede:n Kunstbegeisterte:n oder Bastler:in etwas dabei. Die Devise ist hier klar: selber machen oder reparieren statt kaufen oder wegwerfen.

In Lend eine Immobilie zu mieten, bedeutet, sich auf ein Abenteuer einzulassen. Wer von der Nähe zur Innenstadt und gleichzeitig der herzlichen, offenen Art der bereits Angelendeten profitieren möchte, der ist hier genau richtig!

Ein aktuelles Neubauprojekt im Bezirk ist übrigens das HomeLend, welches die Vorzüge der Gegend erkannt hat und ab dem dritten Quartal 2022 neue LendLords und LendLadys willkommen heißt.

 

 

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